Vom Wartungsstützpunkt zum Bahnbetriebswerk Lenggries
Das heutige Bahnbetriebswerk Lenggries nahm im November 1998 zeitgleich mit der Betriebsaufnahme der Bayerischen Oberlandbahn GmbH den Betrieb als Wartungsstützpunkt auf.
Hier wurden bis zum Juni 2004 die kleineren Instandhaltungsstufen F0 bis F3 an den Integral-Triebzügen durchgeführt, während die umfangreicheren Instandhaltungsstufen ab F4 in den Hallen des ehemaligen Herstellers IVT in Jenbach/Tirol stattfanden.
Der damalige Wartungsstützpunkt bestand aus einer zweigleisigen Werkstatthalle mit Brückenkran sowie Achssenke für den Tausch von Radsätzen. Im Anschluss an die Werkstatthalle befindet sich die Waschhalle mit einer Portalwaschanlage für die Außenreinigung der bei der BOB eingesetzten Triebzüge. Eine Tankanlage vervollständigt die betrieblichen Anlagen.
Die Instandhaltung an zwei Standorten war aufgrund der doppelten Lagerhaltung sowie notwendiger Überführungsfahrten sehr kostenintensiv und daher zeitlich nur begrenzt durchführbar. 2001 zog sich die IVT aus dem Eisenbahnbau zurück und so wurde im Februar 2003 beschlossen, den Wartungsstützpunkt in Lenggries zum Bahnbetriebswerk zu erweitern. Am 16. September 2003 wurde mit dem ersten Spatenstich der Erweiterungsbau begonnen. Nach einer Bauzeit von nur neun Monaten konnte der Neubau am 16. Juni 2004 feierlich eröffnet werden.
Heute bietet das Bahnbetriebswerk Lenggries Instandhaltung und Unfallreparatur auf höchstem Niveau. Zusätzlich zur Qualitätszertifizierung nach DIN ISO 9001 ist das Bahnbetriebswerk eine vom Eisenbahnbundesamt anerkannte Fachwerkstatt und dort unter der Nummer 133 registriert.
Im 2-Schicht-Betrieb arbeiten 40 qualifizierte Mitarbeiter im Bahnbetriebswerk. Die Mitarbeiter haben die Berufsbilder Maschinenschlosser, Industriemechaniker, Elektrotechniker sowie Elektroniker.
Seit September 2005 ist das Bahnbetriebswerk Lenggries Ausbildungsbetrieb. Hier werden zwei Lehrlinge in einer dreieinhalbjährigen Ausbildung zum Mechatroniker ausgebildet.
Zuletzt aktualisiert 24.06.2007